Luftaufnahme von STALAG XVII

Über die Entstehung unseres Flugplatzes:

Am 12. April 1958 wurde durch acht Gründungsmitglieder, von denen einige bereits den Segelflug- oder Motorflugschein besaßen, die 1. Generalversammlung im Gasthof "Alte Post" in Krems abgehalten.

Als Fluggelände wurde bald danach das ehemalige Kriegsgefangenenlager STALAG XVII B nördlich von Gneixendorf ausfindig gemacht. Mit den damaligen Grundstückseigentümern, Hr. Johann Erber, Gastwirt, und Hr. Dr. Dipl.-Ing. Ernst Feichtinger, Gutsbesitzer in Gneixendorf, konnte kurzfristig ein Pachtvertrag abgeschlossen werden. Unter Einsatz von Erdbaugeräten und unzähligen Arbeitsstunden der Clubmitglieder sind ab Sommer 1958 bis Ende 1959 die seit Kriegsende noch vorhandenen Überreste des Lagers, wie Barackenfundamente, Ziegel- und Schotterhaufen, Senkgruben und Gräben beseitigt und die Fläche eingeebnet worden. Das Flugfeld erhielt damit ein Ausmaß von rund 900 X 1250 Meter. Der erste Grasanbau sowie die Errichtung eines Zaunes an der Südseite erfolgte im Frühjahr 1960.

Im Jahr 1961 erteilte das Bundesamt für Zivilluftfahrt die Bewilligung zur Aufnahme des Motorflugbetriebes. Am 25. August 1963 veranstaltete der Club einen erfolgreichen Großflugtag, der etwa 10.000 Besucher anlockte. Besonders beeindruckten die Kunstflüge der Motor- und Segelflugzeuge "Bücker" und "Bocian", sowie die Fallschirmsprünge.

Zur Förderung des damals in Entwicklung stehenden "Segelflugzeuges mit Hilfsmotor" fand vom 12. bis 15. August 1967 das 3. Internationale Motorseglertreffen Österreichs statt, zu dem besonders viele Teilnehmer aus der Bundesrepublik Deutschland anflogen.

Im Jahr 1969 kaufte die Stadtgemeinde Krems das Flugfeld von den Vorbesitzern und schloß mit dem Club einen langfristigen Pachtvertrag ab. Am 24.Juni 1969 fand im Rahmen einer großen Veranstaltung die offizielle Eröffnung des Flugplatzes mit Flugbetrieb statt, wobei neben dem bereits 1958 erworbenen Segelflugzeug "MÜ-13 E " ein weiteres doppelsitziges Segelflugzeug der Type "Bocian" gekauft wurde. Im Laufe des Jahres kamen noch zwei weitere Segelflugzeuge Type "L-Spatz" und "Doppelraab" hinzu. Am 30. August 1969 veranstaltete der Club seinen 2. Großflugtag.

1970 wurde mittels einer vorgefertigten Stahlkonstruktion ein zweiter Hangar errichtet, in welchem das 1969 angekaufte Motorflugzeug "Job 115" eingestellt wurde. Diese österreichische Konstruktion der Fa. Ing. Birkner aus Spittal an der Drau wurde Mitte 1974 verkauft und eine neue Maschine der Type "Morane 180 GT" mit 180 PS angeschafft, welche vorwiegend zum Schleppen von Segelflugzeugen eingesetzt wurde.

Um den Erfordernissen des umfangreichen Flugbetriebes, sowohl seitens der Clubmitglieder, als auch auswärtigen Fliegern zu entsprechen, ist in den Jahren 1974 bis 1976 das Gebäude an der Westseite des 1. Hangars errichtet worden, in dem Räume für Abfertigung der Flugzeuge, Aufenthalts- btw. Versammlungsraum sowie Werkstätte vorhanden sind.
Anläßlich des 20jährigen Bestehens des Clubs wurde vom 25. bis 28. Mai 1978 ein Fest veranstaltet, mit Flugvorführungen und Ehrungen von Mitgliedern, die sich um den Aufbau des Clubs und Flugfeldes besondere Verdienste erworben haben.

Der seit Mitte der 70er Jahre stark zugenommene Motorflugbetrieb erforderte einen größeren Hangar, der 1980 bis 81 aufgestellt werden konnte. Unmittelbar an diesen anschließend errichtete ein niederösterreichischer Unternehmer eine Flugzeugwerft, die als eigenständiger Gewerbebetrieb geführt wird.

Um den weiter gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, errichtete der USFC Krems mit Unterstützung des Landes Niederösterreich, der UNION, des Verkehrsministeriums und des Aero-Clubs sowie der Stadtgemeinde Krems in den Jahren 1984 - 1985 eine 742 Meter lange und 18 Meter breite Asphaltpiste mit befestigten Rollwegen und einer Abstellfläche.
Die Pistenrichtung wurde dabei aus Lärmschutzgründen um 10 Grad gedreht. Zweimotorige Maschinen bis maximal 5 Tonnen Gesamtgewicht durften ab nun den Flugplatz Krems-Langenlois anfliegen.

In den nachfolgenden Jahren wurde der Luftfahrzeugbestand des Vereins ständig erweitert und erneuert. Derzeit stehen den Clubmitgliedern 6 Segelflugzeuge, 3 Motorflugzeuge, 2 Motorsegler und 8 Heißluftballons zur Verfügung.

Die Errichtung einer Tankstelle, eines modernen Flugplatzrestaurants mit Parkplatz, eines weiteren Hangars zur Einstellung von Privatmaschinen, sowie der Bau einer neuen Werkstätte mit darüberliegendem Aufenthalts- und Schulungsraum und eines rundumverglasten Kontrollturmes hoben den Stand der Infrastruktur auf einen Level, der seinesgleichen sucht.

In unregelmäßigen Abständen wird ein Hangarfest veranstaltet, welches weit über die Region Krems-Langenlois hinaus bekannt und beliebt ist.

Der Flugplatz Krems wird auch immer gerne für nationale und internationale Flugsportwettbewerbe herangezogen: Vom 13. - 16.05. 1999 und 21. - 23.05. 1999 fanden hier die Niederösterreichischen Sport-Union Landesmeisterschaften 1999 im Segelflug statt, vom 28. Juni bis 03. Juli 1999 wurde der 7. Militär-Alpencup im Fallschirmspringen ausgetragen.